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Rodrigo Leão auf Tour

Rodrigo Leão zählt seit den 1980er Jahren zu  den einflussreichsten portugiesischen Musikern, er gründete gemeinsam mit Pedro Ayres Magalhães die bekannte portugiesische Gruppe Madredeus, die er später wieder verließ, um sich erfolgreich Soloprojekten zu widmen. Sein im Mai auch in Deutschland veröffentlichtes A Mãe (Die Mutter), das er mit dem Cinema-Ensemble eingespielt hat, präsentiert er im Oktober in verschiedenen deutschen Städten

02.10. Lörrach / Burghof
05.10. München/ Ampere
06.10. Bonn / Harmonie
09.10. Berlin / Passionskirche
10.10. Hamburg / Fabrik

Die Alben von Rodrigo Leão in unserem Sortiment finden Sie hier

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Mísia: Ruas

Mísia: RuasIm April ist Mísias neue CD Ruas erschienen, ein Doppelalbum mit zwei sehr unterschiedlichen Teilen. CD 1 mit dem Titel Lisboarium bietet eher die „klassische Mísia“, die sich auf einen Streifzug durch die Lissabonner Straßen begibt, und wen sollte es wundern, dort hauptsächlich Fados, aber auch eine Morna und die Marchas de Lisboa entdeckt, die sie in gewohnt herausragender Manier interpretiert. Die Texte stammen hauptsächlich von zeitgenössischen portugiesischen Autoren wie Vasco Graça Moura und Rosa Lobato de Faria, die auch schon auf früheren Alben für Mísia Fados geschrieben haben. Es finden sich aber auch Texte von Fernando Pessoa, Mário de Sá-Carneiro und António Motta.

CD 2 trägt den Namen Tourists und ist zumindest teilweise gewöhnungsbedürftig. Sicher, Mísia hat auch schon auf früheren Alben teilweise sehr erfolgreich experimentiert, u.a. mit Flamenco-Stücken, aber hier schießt sie für meinen Geschmack doch manchmal ein bisschen über das Ziel hinaus, vor allem die rockigen Stücke mit E-Gitarre wie Hurt oder Rosa dos Ventos werden die meisten Fado-Puristen wohl eher verschrecken.  Die Touristen sind laut Mísia „Künstler von anderen Straßen dieser Welt“, von denen sie glaubt, dass sie eine Fado-Seele haben. Einige sehr schöne Stücke wie das türkische Biraz Kül Biraz Duman oder der Flamenco Como el agua beweisen das eindrucksvoll.

Derzeit stellt Mísia Ruas auf einer Tournee vor. Der nächste Konzerttermin in Deutschland ist der 5. August bei den Burgfestspielen in Bad Vilbel.

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Mariza im Januar auf Tour

Kaum hat das neue Jahr begonnen – wir wünschen natürlich noch alles Gute und ein glückliches und gesundes Neues Jahr – steht auch schon der erste kulturelle Höhepunkt auf dem Programm:

TerraMariza, die derzeit bekannteste portugiesische Fadista, ist in Deutschland und Österreich auf Tour und präsentiert ihr neuestes Album Terra, vom dem hier schon mal die Rede war.

Hier die Tourdaten:

9.1. Bad Kissingen, 10.1. Berlin, Admiralspalast, 13.1. Bremen, Glocke, 14.1. Mülheim, Theatersaal der Stadthalle, 15.1. Dortmund, Konzerthaus, 17.1. Sankt Pölten, Festspielhaus

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Neue CDs aus Portugal

MetafoniaVor ungefähr einer Woche schon hat Gilbert Schwertmann von Portugalmania in einem wie immer sehr lesenswerten Artikel auf die neue CD Metafonia der portugiesischen Gruppe Madredeus hingewiesen. Inzwischen ist sie auch bei uns eingetroffen und wurde ins Sortiment aufgenommen. Metafonia ist das erste Album seit Teresa Salgueiros Weggang, von der alten Besetzung sind nur Pedro Ayres Magalhães und Carlos Maria Trindade übriggeblieben, hinzugekommen sind mit Mariana Abrunheiro und Rita Damásio zwei neue Sängerin und einige neue Musiker, so dass die Gruppe jetzt mit dem Bandnamen Madredeus & Banda Cósmica auftritt. Ganz überzeugt hat mich das neue noch Konzept nicht, aber auch den letzten Madredeus-Alben mit Teresa Salgueiro fehlte meiner Meinung nach schon das innovative Moment der Alben aus den Anfangsjahren, in denen unter anderem auch noch der inzwischen ebenfalls sehr erfolgreich auf Solopfaden wandelnde Rodrigo Leão (Cinema) mit dabei war.

ChocolateAus einer ganz anderen Ecke und ebenfalls neu kommt die neue CD Chocolate des portugiesischen Jazzduos Maria João & Mário Laginha. Das komplett in Englisch gesungene Album beinhaltet sowohl eigene von Mario Laginha geschriebene und getexte Songs als auch adaptierte Standards. Mit dem herausragenden norwegischen Percussionisten Helge Norbakken, Julien Arguelles am Tenorsaxophon, Bernardo Moreira am Kontrabass und Alexandre Frazão am Schlagzeug sind Musiker dabei, die die beiden auch schon bei vergangenen Studioalben unterstützt haben.

Noch nicht reingehört, aber auch neu sind das neue Fado-Album Flor de Fado von Mafalda Arnauth und aus der Popecke Chão von Mafalda Veiga.

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Fados – Carlos Saura

Fados by Carlos SauraMorgen beginnt das Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg. Als Sondervorführung im Programm ist der Film Fados von Carlos Saura, der es bisher leider noch nicht in die deutschen Kinos geschafft hat. Wer also in der Nähe wohnt, sollte eine der Aufführungen nutzen. Details zum Spielplan gibt es hier.

Für alle anderen haben wir zumindest den Soundtrack im Sortiment.

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Premio Goya für Carlos do Carmo

Fados - SoundtrackEs kommt sicher nicht alle Tage vor, dass ein portugiesischer Fado einen Preis in Spanien gewinnt. So geschehen bei der diesjährigen Verleihung des spanischen Filmpreises Goya am vergangenen Sonntag. Prämiert wurde Carlos do Carmo für Fado da Saudade (Kategorie: Bester Originalsong), der Bestandteil des Soundtracks Fados des gleichnamigen Films von Carlos Saura ist. Ausführliche Artikel über die Preisverleihung finden sich hier (in portugiesischer Sprache) und hier (in spanischer Sprache)

Der Film lief bisher leider noch nicht in den deutschen Kinos, der Soundtrack, der neben Carlos do Carmo unter anderem auch Fados von Mariza, Camané, Argentina Santos, Lura, Caetano Veloso und Chico Buarque enthält, ist aber bereits erhältlich.

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Teresa Salgueiro verlässt Madredeus

In einer Presseerklärung hat Teresa Salgueiro in dieser Woche bekannt gegeben, dass sie und die Gruppe Madredeus in Zukunft getrennte Wege gehen werden. Nach einem Jahr Pause in der gemeinsamen Arbeit, in La Serenadem sie bereits einige Soloprojekte realisiert hat, liegt die Verantwortung für Madredeus, die weltweit wohl bekannteste portugiesische Gruppe in Zukunft ausschließlich bei Pedro Ayres Magalhães. Ob Madredeus damit überhaupt weiterbestehen wird, scheint fraglich, denn, obwohl Pedro Ayres Magalhães auch schon in der Vergangenheit für die meisten Kompositionen und Arrangements verantwortlich war, ist der Erfolg von Madredeus doch vor allem mit dem Gesang von Teresa Salgueiro verknüpft. Temporäre gemeinsame Projekte in der Zukunft sind aber wohl nicht ganz ausgeschlossen.

Teresa Salgueiro hat in diesem Jahr das Soloalbum Você e eu veröffentlicht, auf dem sie  – einem Sommertrend der portugiesischen Musik folgend – brasilianische  Themen der Bossa Nova und Música Popular Brasileira verarbeitet hat. Gerade erschienen ist das Album La Serena, das sie mit dem Lusitana Ensemble aufgenommen hat. Hier finden sich neben Fados auch Chansons und sephardische Lieder.

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Musik für Novembertage

In den letzten Tagen sind wieder einige CDs bei uns eingetroffen. Empfehlenswert auf jeden Fall das neue Album vonSamba meu Maria Rita mit dem Titel Samba meu. Wie schon auf den vorangegangenen Alben überzeugt die Tochter von Elis Regina und Cesar Camargo Mariano mit ihrer tollen Stimme, diesmal vor allem zu Sambarhythmen. Eine von der deutschen Musikpresse gefeierte Entdeckung ist auch CéU, deren gleichnamiges Album ein bißchen im Stil von Bebel Gilberto und Brazilectro daherkommt und durchaus tanzbar ist.

Den Fadoliebhabern sei der Soundtrack zum Film „Fados“ (bisher noch nicht in den deutschen Kinos angelaufen) von Carlos Saura ans Herz gelegt, der unter anderem Stücke von Mariza, Carlos do Carmo, Camané, Argentina Santos und Lura enthält.

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