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Ondjaki: O Convidador de Pirilampos

Sie kennen das vielleicht: Ondjaki: O convidador de PirilamposSie halten zum ersten Mal ein neues Buch in den Händen und sind gleich ganz gefangen sowohl von der Geschichte als auch von dem Illustrationen? So ging es uns mit dem neuen Buch O Convidador de Pirilampos vom angolanischen Autor Ondjaki, das António Jorge Gonçalves illustriert hat.

Erzählt wird die Geschichte eines erfinderischen Jungen, der zusammen mit seinem Großvater einen Ausflug in den Wald macht, um hinter das Geheimnis der Glühwürmchen zu kommen. Nachdem er sie mit allerlei selbstgebauten Apparaturen eingefangen und mit nach Hause genommen hat, findet er ganz allein heraus, dass sich die Glühwürmchen im Wald eigentlich wohler fühlen, ganz ohne dass der Großvater eingreifen muss. Auf welch geheimnisvolle Weise das geht und was es mit „Edison“ und den „pirivelhos“ auf sich hat, lesen Sie am besten selbst oder gemeinsam mit ihren Kindern.

Ondjaki: O Convidador de Pirilampos, 18,90 EUR (ab 6 Jahre)

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Angola entdecken!

Die angolanische Literatur ist auf dem deutschsprachigen Markt bislang eher unterrepräsentiert. Übersetzt sind einige hervorragende Romane von José Eduardo Agualusa, das Jugendbuch Bom dia, camaradas von Ondjaki und der sozialkritische Krimi Jaime Bunda – Geheimagent von Pepetela. Hinzu kommt die zweisprachige Anthologie Mögen Pitangas wachsen – Oxalá cresçam pitangas, die im vergangenen Jahr erschienen ist.

Angola entdeckenDie Übersetzerin Barbara Mesquita hat jetzt im Arachne Verlag eine neue Anthologie mit dem Titel Angola entdecken! herausgegeben, die bisher nicht übersetzte Erzählungen und Romanauszüge unter anderem von Pepetela, Ondjaki, Luandino Vieira, Boaventura Cardoso und Henrique Guerra enthält. Übersetzt wurden die Texte von der Herausgeberin selbst sowie von Inés Koebel, die dem Buch auch ein Glossar angefügt haben, das die Eigenheiten des angolanischen Portugiesisch erläutert.

Thematisch deckt die Auswahl, die zum 40. Jahrestag der Unabhängigkeit Angolas erscheint, die Kolonialzeit, den Unabhängigkeitskrieg, das sozialistische Intermezzo nach der Unabhängigkeit sowie die Gegenwart ab.Das kenntnisreiche Vorwort gibt einen kurzen Abriss der angolanischen Literaturgeschichte, die naturgemäß eng mit der Geschichte im allgemeinem verknüpft ist.  Gerade die großen historischen Romane von Pepetela (A gloriosa família oder Geração da utopia) würden sicher eine Übersetzung in Gänze lohnen.

Barbara Mesquita (Hrsg.): Angola entdecken!, Arachne Verlag 2015, 18,00 EUR (natürlich bei uns erhältlich)

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Ondjaki und Manuel Jorge Marmelo – neu in deutscher Übersetzung

Die deutschen Verlage waren im Frühjahr recht fleißig, was die Veröffentlichung portugiesischsprachiger Autoren angeht. Neben den in diesem Beitrag vorgestellten Titeln sind vor wenigen Wochen zwei weitere wichtige Bücher erschienen.

Ondjaki: Die Die DurchsichtigenEndlich in deutscher Übersetzung liegt nun der Roman Die Durchsichtigen (Os Transparentes) des angolanischen Autors Ondjaki vor. Das Buch ist in der von Indra Wussow herausgegebenen Afrika-Reihe des Wunderhorn Verlags erschienen und wurde von Michael Kegler übersetzt.

Ondjaki hat für Os Transparentes  2013 den Prémio Saramago erhalten, erstmals vorgestellt haben wir das Buch bei TFM schon in einer Lesung 2012 kurz nach Veröffentlichung des Romans in Portugal.

Schauplatz des Romans ist ein heruntergekommenes Hochhaus in Luanda, in dem sich die Angehörigen unterschiedlichster sozialer Schichten dieser turbulenten und von der Geschichte gebeutelten Stadt  auf die Füße treten, während Luanda brennt, weil gierige Geschäftsleute und Politiker unter der Stadt Erdöl fördern wollten. Katharina Schmitz hat das Buch für den „Freitag“ – Rezension „Die Durchsichtigen“ rezensiert und ist begeistert von diesem Porträt der teuersten Stadt der Welt und ihrer so unterschiedlichen Bewohner.

Hier können Sie einen Blick ins Buch werfen, bei uns in der Buchhandlung finden Sie wie immer das Original und die deutsche Übersetzung.

Manuel Jorge Marmelo: Eine tausendmal wiederholte LügeEbenfalls neu erschienen und auch von Michael Kegler übersetzt, ist im A1 Verlag der Roman Eine tausendmal wiederholte Lüge (Uma mentira mil vezes repetida) des portugiesischen Schriftstellers Manuel Jorge Marmelo. Auch Marmelo hat für diesen Roman einen wichtigen Preis erhalten, nämlich 2014 den Prémio Literário Correntes d’Escritas des gleichnamigen Literaturfestivals in Póvoa de Varzim.

Eine tausendmal wiederholte Lüge sind ein Roman oder gar viele Romane im Roman –  Um der Anonymität seines gewöhnlichen Lebens zu entkommen, der Einsamkeit beim Schreiben und dem Vergessen durch künftige Leser, erfindet der Erzähler ein monumentales Werk und seinen Autor – Oscar Schidinski, einen ungarischen Juden mit wechselvollem Leben – dazu eine Vielzahl an Protagonisten und Geschichten, die er den Mitreisenden im Zug immer aufs wieder aufs Neue nahebringt.

Auch hier finden Sie Original und Übersetzung natürlich in unserem Sortiment.

Manuel Jorge Marmelo: Eine tausendmal wiederholte Lüge, A1 Verlag, 2015, 18,80 EUR (E-book 12,99 EUR)
Ondjaki: Die Durchsichtigen, Wunderhorn 2015, 24,80 EUR (E-book: 16,99 EUR)

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Neuerscheinungen aus Angola

Gleich zwei interessante Neuerscheinungen von angolanischen Autoren beschert uns der diesjährige Büchersommer.

Ondjaki, der im vorigen Jahr den Prémio José Saramago für seinen Luanda-Roman Os transparentes erhalten hat,  hat Ondjaki: Sonhos azuis pelas esquinaseinen großartigen neuen Erzählband vorgelegt, der den poetischen Titel Sonhos azuis pelas esquinas trägt(inspiriert von einem Gedicht der angolanischen Autorin Ana Paula Tavares). In jeder Erzählung, die meistens auf Reisen spielen und sich durch eine sehr poetische Sprache auszeichnen, taucht ein Alter Ego des Autors auf. Wir erfahren von chinesischen Schneidern in Macau, Prager Friedhöfen, einer Hochzeit in Santiago de Compostela, die sich verspätet, weil der Pfarrer die Tür nicht öffnet. Die Begegnungen haben manchmal skurrile, manchmal melancholische Ereignisse zur Folge und klingen in den meisten Fällen noch nach. Das Cover wurde erneut von António Jorge Gonçalves gestaltet, mit dem Ondjaki im letzten Jahr die inzwischen schon prämierte Graphic Novel Uma escuridão bonita veröffentlicht hat.

José Eduardo Agualusa: A rainha GingaDer zweite Lesetipp ist gleichzeitig das Buch, das wir für die nächste Runde unseres Lesekreises im September ausgewählt haben: Der neue Roman von José Eduardo AgualusaA Rainha Ginga. Hier steht mit der titelgebenden Königin Ginga (eigentlich Dona Ana de Sousa) eine der interessantesten Persönlichkeiten der afrikanischen Geschichte im Mittelpunkt. Agualusa stellt uns Ana de Sousa in diesem Roman aus dem Blickwinkel eines ihrer Sekretäre, einem Geistlichen aus Pernambuco, vor. Der gelungene Umschlagentwurf stammt von Stéphane Munier.

Besagte Leserunde trifft sich wieder nach dem Sommer am 24.September ab 19.00 Uhr bei TFM. Falls Sie bisher noch nicht teilgenommen haben und interessiert sind, melden Sie sich gern telefonisch (069-282647) oder per E-mail.

Ondjaki: Sonhos azuis pelas esquinas

José Eduardo Agualusa: A rainha Ginga

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Prémio José Saramago geht an Ondjaki

Ondjaki mit Michael Kegler, Copyright: TFM

Ondjaki mit Michael Kegler, Copyright: TFM

Der angolanische Autor Ondjaki ist der Gewinner des in diesem Jahr zum 7. Mal verliehen Prémio Literário José Saramago. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis wurde von der Stiftung des portugiesischen Buchclubs Círculo de Leitores initiiert und wird mit Unterstützung des portugiesischen Kulturministeriums alle zwei Jahre an einen jungen Autor oder eine junge Autorin (bis 35 Jahre beim Erscheinen des prämierten Buches) verliehen. Der diesjährigen Jury unter der Leitung von Guilhermina Gomes gehörten Pílar del Rio, Manuel Frias Martins, Maria de Santa Cruz,  Nazaré Gomes dos Santos,  Nélida Piñon, Ana Paula Tavares und  Vasco Graça Moura an. Ondjaki, der 1977 in Angola geboren wurde, erhält den Preis für seinen Roman Os Transparentes, der im vorigen Jahr erschienen ist und ein Bild des aktuellen Luanda entwirft.

Die Preisträger der vergangenen Jahre sind Paulo José Miranda (1999 – „Natureza Morta“), José Luís Peixoto (2001 – „Nenhum Olhar“), Adriana Lisboa (2003 – „Sinfonia em Branco“), Gonçalo M. Tavares (2005 – „Jerusalém“)  und valter hugo mãe (2007 – „O remorso de Baltasar Serapião“), João Tordo („As três vidas“) und Andréa del Fuego („Os Malaquias“).

Zuletzt erschien von Ondjaki in Zusammenarbeit mit António Jorge Gonçalves die Graphik-Novel Uma escuridão bonita.

In deutscher Übersetzung (von Claudia Stein)  liegt das Jugendbuch Bom dia, Camaradas vor.

Ein Porträt von Ondjaki wurde im vorigen Jahr bei Faust-Kultur veröffentlicht.

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Ondjaki liest am 9.November bei TFM

Ondjaki stellt am Freitag, dem 9. November um 20.00 Uhr bei uns (Buchhandlung TFM, Große Seestraße 47, 60486 Frankfurt-Bockenheim) seinen druckfrischen Roman Os Transparentes vor, in dessen Mittelpunkt die angolanische Hauptstadt Luanda steht.

Die zweisprachige Lesung moderiert und übersetzt Michael Kegler. Eintritt frei.

Ondjaki ist 1977 in Luanda, der Hauptstadt von Angola, geboren. Er hat 2002 sein Soziologiestudium in Lissabon mit einer Arbeit über den großen angolanischen Schriftsteller Luandino Vieira abgeschlossen.
Ondjaki schreibt nicht nur Gedichte, Kurzgeschichten und Theaterstücke, er tritt auch selbst als Schauspieler auf, arbeitet an verschiedenen Filmprojekten und malt. Für seine Arbeit hat er mehrere Preise erhalten. In deutscher Übersetzung liegt sein Roman Bom dia, camaradas vor. Einige seiner Gedichte liegen in deutscher Übersetzung in der von Michael Kegler herausgegebenen Anthologie hotel ver mar vor.

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Berlinda Festival vom 17.Oktober-17. November in Berlin

Während wir hier  in Frankfurt mitten in den Vorbereitungen zur Buchmesse stecken, laufen in Berlin sicher die Vorbereitungen für das am 17. Oktober beginnende Festival Berlinda auf Hochtouren. Zum ersten Mal wird in Berlin ein Festival der Kultur  portugiesischsprachiger Länder veranstaltet. Veranstalter ist das Kulturmagazin Berlinda, das seit vergangenem Jahr über das portugiesischsprachige Kulturleben in Berlin informiert.  Das Programm ist umfangreich und umfasst die Sparten Musik, Literatur,  Kunst und Film.  Gleich zu Beginn präsentiert die neu formierte portugiesische Gruppe Madredeus um den Gründer Pedro Ayres Magalhães ihr neues Album Essência. Freuen darf man sich auch das erste Deutschland-Konzert der angolanischen Sängerin Aline Frazão.

Literarische Höhepunkte sind die Lesungen mit José Eduardo Agualusa, Ondjaki, Marcelo Ferroni und Luiz Ruffato (die drei letztgenannten sind im Oktober/November auch noch in anderen deutschen Städten, u.a. in Frankfurt unterwegs, Details dazu in Kürze)   Mehrere Ausstellungen und Filmvorführungen (teilweise in Anwesenheit der Regisseure)  runden das Festival Berlinda ab. Wenn Sie also von Mitte Oktober bis Mitte  November in Berlin sind, schauen Sie auf jeden Fall  an den verschiedenen Veranstaltungsorten des Festivals vorbei. Das komplette Programm ist hier online.

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Preisträger des Prêmio Jabuti

Die Preisträger des bedeutendsten brasilianischen Literaturpreises Prêmio Jabuti, der alljährlich in zahlreichen Kategorien vergeben wird, sind Ende letzter Woche bekannt gegeben worden.

In der Kategorie bester Roman erhält der hierzulande noch unbekannte Autor Edney Silvestre den ersten Preis für sein Buch Se eu fechar os olhos agora. An Chico Buarques Roman Leite derramado wurde der zweite Preis vergeben, dritter wurde Luis Fernando Verissimos neuester Roman Os espiões.

In der Kategorie Jugendbuch wurde der angolanische Schriftsteller Ondjaki für Avódezanove e o segredo do Soviético ausgezeichnet.

Alle Preisträger wurden auf der Seite der Câmara Brasileira do Livro veröffentlicht.

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Auszeichnung für Ondjaki

Der junge angolanische Autor Ondjaki (*1977) ist mit dem Grande Prémio de Conto „Camilo Castelo Branco“ der portugiesischen Schriftstellervereinigung (Associação Portuguesa de Escritores ausgezeichnet wurde. Prämiert wurde der Erzählband Os da minha rua. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert und wird von der Stadtverwaltung in Vila Nova de Famalicão gesponsort.

In deutscher Übersetzung von Claudia Stein ist von Ondjaki der Titel Bom dia camaradas, erschienen im Nord-Süd Verlag, lieferbar.

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