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Teresa Salgueiro: Matriz

Teresa Salgueiro: MatrizDie ehemalige Madredeus-Sängerin Teresa Salgueiro setzt ihre Solokarriere fort. Matriz ist bereits ihr viertes Soloalbum, und nach La Serena das zweite, das sie mit dem Lusitânia Ensemble eingespielt hat. Mit diesem, zweifellos sehr ambitionierten Projekt, versucht Teresa Salgueiro einen Bogen über sieben Jahrhunderte portugiesischer Musik zu spannen. So finden sich auf dem Album sowohl mittelalterliche Stücke und Lieder aus der Renaissance, aber auch Folklore, einige Fados  und Titel von Carlos Paredes und Fausto.

Zum Lusitânia-Ensemble gehören die Musike Jorge Gonçalves (Violine), Luís Clode (Violoncello), Óscar Torres (Kontrabass), Pedro Jóia (portugiesische Gitarre), Pedro Santos (Akkordeon), Rui Lobato (Percussion) und João Ferreira (Percussion). Teresa Salgueiro präsentiert das Album in den nächsten Monaten gemeinsam mit dem Lusitânia Ensemble in Portugal und Spanien.

Ab sofort ist das Album bei uns erhältlich.

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Mariza: Terra

Eben eingetroffen ist die neue CD Terra von Mariza. Ihr nach Fado em Mim, Fado Curvo und Transparente viertes Studioalbum wurde vom Spanier Javier Limón produziert.

Mariza setzt die Internationalisierung des Fados konsequent fort. Neben einigen klassischen Fados singt sie mit ihrer unvergleichlichen Stimme auch Stücke von Tito Paris (Cabo Verde, Ivan Lins (Brasilien), lässt sich von Dominic Miller begleiten, einem englischen Gitarristen, der sonst mit Sting zusammen auftritt und auch von ihrem Produzenten Javier Limón, der Flamenco-Elemente einbringt. Hinzu kommen andere für den  klassischen Fado eher untypische Elemente der Instrumentierung, wie Klavierbegleitung und Percussion, die auch schon auf dem vorangegangenen Album Transparente zu hören waren.

Terra ist also wieder kein Album für Puristen, aber für ihre Welttournee, die sie Ende Oktober/Anfang November auch nach Deutschland führen wird, ist Mariza damit sicher bestens gerüstet.

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Brasilianisches Filmfestival in Höchst

Die Volkshochschule Frankfurt veranstaltet zusammen mit dem Filmforum Höchst vom 12. bis zum 18. Juni ein brasilianisches Open-Air-Filmfestival im Garten des Bolongaropalastes in Frankfurt Höchst. Gezeigt werden Film im Original mit Untertiteln, Brasileirinho von Mika Kaurismäki, O Céu de Suely, O Xangô de Baker Street – eine Romanverfilmung nach Jô Soares, O homem que copiava, Narradores de Javé, Achados e Perdidos – ein Krimi nach Luiz Alfredo Garcia-Roza, Carlota Joaquina – Princesa do Brasil, Maria Bethânia – Música e Perfume, außerdem einige Kurzfilme. Das komplette Programm kann man auf der Seite des Filmforum Höchst einsehen. Einige der Filme sind bereits auf DVD erschienen und natürlich bei uns erhältlich.

Eröffnet wird das Fest am 12. Juni mit einem Konzert von Ivan Santos. Wir werden mit einem kleinen Verkaufsstand vor Ort sein.

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Endlich übersetzt: Nachtzug nach Lissabon

Comboio nocturno para LisboaLange erwartet, oft verschoben und nun endlich erschienen ist die portugiesische Übersetzung von Pascal Merciers Erfolgsroman Nachtzug nach Lissabon. Die portugiesische Übersetzung trägt den Titel Comboio nocturno para Lisboa und ist im Verlag Dom Quixote veröffentlicht worden.

Bei dem derzeitigen winterlichen Temperaturen hierzulande sehnen sich sicher viele danach, es der Hauptfigur des Romans, Raimund Gregorius, gleich zu tun, und nach Lissabon, in wärmere Gefilde zu reisen.

Gregorius lässt plötzlich sein wohlgeordnetes Leben hinter sich und setzt sich in den Nachtzug nach Lissabon. Im Gepäck hat er das Buch des Portugiesen Amadeu de Prado, dessen Einsichten in die Erfahrungen des menschlichen Lebens ihn nicht mehr loslassen. Eine rastlose Suche durch Lissabon beginnt, die sicher auch schon der eine oder andere Leser des Buches versucht hat nachzuvollziehen.

Eine Rezension zum Titel in portugiesischer Sprache findet sich hier im Blog des Bibliotecário de Babel, ebenso wie ein interessantes Porträt über Pascal Mercier und die Entstehungsgeschichte des Romans.

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Acordo Ortográfico – neue Wörterbücher

Novo Dicionário da L�ngua Portuguesa - conforme Acordo OrtográficoNach zähem Ringen sieht es nun so aus, dass die bereits 1990 erstmals beschlossene Rechtschreibreform (Acordo Ortográfico) nun in Kraft treten wird. Ziel ist eine weitestgehend einheitliche Rechtschreibung für alle portugiesischsprachigen Länder. Für Portugal bedeutet es im wesentlichen einen Wegfall der stummen, d.h. nicht mehr gesprochenene Konsonanten (also aus correcto wird beispielsweise correto, aus actual wird atual usw.).

Wie in Deutschland auch ist diese Reform in der lusophonen Welt natürlich umstritten und hat zu viel Polemik geführt. Einen ausführlichen Beitrag gibt es u.a. bei Portugalmania. Die ersten Wörterbücher mit der neuen Rechtschreibung sind jetzt in Portugal bei Leya erschienen, und es ist davon auszugehen, dass andere Verlage in Kürze nachziehen werden.

Erhältlich sind (in Kürze auch bei uns) Novo Dicionário da Língua Portuguesa – Conforme Acordo Ortográfico, Novo Grande Dicionário da Língua Portuguesa – Conforme Acordo Ortográfico (2 Bände) sowie zur Erklärung Atual – O Novo Acordo Ortográfico.

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Neu erschienen

Aprender a rezar na Era da TécnicaZum Wochenende noch eine Lektüreempfehlung. Eben erschienen und bei uns eingetroffen Aprender a rezar na Era da Técnica (Beten lernen im Zeitalter der Technik) von Gonçalo M. Tavares – der vierte und abschließende Titel aus der Reihe der schwarzen Bücher (livros pretos).

Bei einer Lesung in unserer Buchhandlung während der letztjährigen Buchmesse Gonçalo M. Tavares bei TFM(siehe Foto, Copyright: TFM) hatte der Autor schon das Manuskript dabei. Das Buch reiht sich ein in die eher pessimistische Analyse der Welt, die den Büchern der schwarzen Serie eigen ist und die man deshalb – so Gonçalo M. Tavares – besser mit guter Laune liest. Ausführliche Rezensionen in portugiesischer Sprache finden sich unter anderem hier und hier.

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