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Portugiesischer Vorlesetreff am 25.März, KiBi Frankfurt-Bornheim

Seit Anfang des Jahres gibt es einmal monatlich einen portugiesischen Vorlesetreff für Kinder ab 4 Jahre, der ehrenamtlich von portugiesischen und brasilianischen Muttersprachlerinnen in der Kinder-und Jugendbibliothek in Frankfurt-Bornheim, Arnsburger Straße 24 organisiert wird.

Das nächste Treffen findet am Samstag, dem 25. März um 11.30 Uhr statt. Im Mittelpunkt steht dann das Buch A girafa que comia estrelas von José Eduardo Agualusa, mit Illustrationen von Henrique Cayatte. Der Eintritt ist frei. Das Buch ist natürlich auch bei uns in der Buchhandlung vorhanden.

 

Próximo encontro de leituras para crianças, no dia 25 de março às 11h30  na Kinder-und Jugendbibliothek  Frankfurt-Bornheim, Arnsburger Straße 24.

A girafa que comia estrelas, do escritor angolano José Eduardo Agualusa, é o livro escolhido para a nossa leitura de março.  Magnificamente ilustrado por Henrique Cayatte, este livro conta a história de duas amigas -a girafa Olímpia e a galinha do mato Margarida – e dos insólitos poderes desta amizade.
A leitura será seguida de uma pequena atividade criativa.
A partir dos 4 anos. Entrada gratuita, com lugares limitados.

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Litprom Literaturtage 2016

image_manager__c3_literaturtageUnter dem Titel Die neue Weltliteratur und der Globale Süden
veranstaltet litprom – die Gesellschaft zur Förderung der Literaturen aus Afrika, Asien und Lateinamerika am 22. und 23. Januar ein Literaturfestival im Literaturhaus Frankfurt. Teilnehmen werden die folgenden Autoren:

Priya Basil (England/Kenia)
Luiz Ruffato (Brasilien)
Ilija Trojanow (Deutschland/Bulgarien)
Patrick Chamoiseau (Martinique)
Amanda Lee Koe (Singapur)
Jamal Mahjoub (England/Sudan)
Mukoma wa Ngugi (Kenia/USA)
Abdulrazak Gurnah (Tansania/England)
José Eduardo Agualusa (Angola/Portugal)
Marc Nair (Singapur).

Der Vorverkauf hat bereits begonnen. Dauerkarten für beide Tagen kosten 28 EUR bzw. 19 EUR für Schüler, Azubis, Studierende und Frankfurt-Card-Inhaber sowie für die Mitglieder der Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V. s

Sie können die Tickets bei uns in der Buchhandlung im Vorverkauf erwerben.

Hier das vorläufige Programm:

Freitag, 22. Januar 2016

16.00 Uhr, Lesesaal
Eröffnung und Grußworte
Dr. Sonja Vandenrath, Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main
Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse und Erster Vorsitzender von Litprom – Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V.

16.15 – 18.00 Uhr, Lesesaal
Was heißt Weltliteratur heute: Ästhetiken und Thematiken
Podiumsdiskussion
Welche neuen Themen und Ausdrucksformen zeichnen sich in der Weltliteratur außerhalb Europas ab? Kann oder soll es überhaupt eine Weltliteratur geben und wodurch zeichnet sie sich heute aus? Wie steht es um den Roman? Autorinnen und Autoren diskutieren über verbindende und besondere Elemente in ihrem Schreiben.
Mit:
Ilija Trojanow (Bulgarien/Deutschland)
Patrick Chamoiseau (Martinique)
Amanda Lee Koe (Singapur)
Moderation: Cornelia Zetzsche

19.30 – 21.00 Uhr, Lesesaal
Ich war in Lissabon und dachte an dich
Lesung mit Luiz Ruffato
Luiz Ruffato gilt als Erneuerer der brasilianischen Literatur. Sein Werk verwebt Stimmen aus allen Schichten zu einem inneren Panorama einer hybriden Gesellschaft, die schon Stefan Zweig als „Land der Zukunft“ pries. Sein neuer Roman Ich war in Lissabon und dachte an dich ist ein Brückenschlag zurück von Brasilien ins alte Europa.
Moderation: Michael Kegler
Lesung des deutschen Textes: Stéphane Bittoun

Samstag, 23. Januar 2016

Literaturen im Gespräch
In Werkstattgesprächen diskutieren Autorinnen und Autoren mit dem Publikum.

11.00–12.30 Uhr
Werkstattgespräch 1:
Literatur nach der Diaspora
Ist ein Begriff wie „Diaspora-Literatur“ überhaupt noch zeitgemäß? Welche Formen von Identitäten werden in der zeitgenössischen Literatur verhandelt und inwiefern spielen dabei Ethnie, Klasse oder Hautfarben noch eine Rolle?
Mit:
Jamal Mahjoub (England/Sudan)
Mukoma wa Ngugi (Kenia/USA)
Moderation: Thomas Brückner

Die Veranstaltung wird konsekutiv ins Deutsche übersetzt.
Wir empfehlen, sich 30 Minuten vor Beginn des Werkstattgesprächs einzufinden, da die Sitzplätze begrenzt sind und wir keinen Platz garantieren können.

11.00–12.30 Uhr
Werkstattgespräch 2:
Die vielen Küsten des Indischen Ozeans
Der indische Ozean ist ein gigantischer Begegnungsraum der Kulturen. Hier treffen von jeher Ostafrika, Arabien und Mittelasien aufeinander. Wie stellt sich dieser Erinnerungsraum heute dar?
Mit:
Abdulrazak Gurnah (Tansania/England)
Priya Basil (England/Kenia)
Moderation: Ilija Trojanow

Die Veranstaltung wird konsekutiv ins Deutsche übersetzt.
Wir empfehlen, sich 30 Minuten vor Beginn des Werkstattgesprächs einzufinden, da die Sitzplätze begrenzt sind und wir keinen Platz garantieren können.

11.00–12.30 Uhr
Werkstattgespräch 3:
Kleine Literaturen der Welt
Franz Kafka sprach von seiner Kunst als einer „kleinen Literatur“, ein von der Peripherie kommender Impuls, der keinen nationalen Sprachraum mehr vertritt. Sind hybride Räume wie die Karibik und Singapur nicht auch Orte kleiner (großer) Literatur? Wie schreiben Autorinnen und Autoren, die sich außerhalb Europas einer europäischen Sprache bedienen? Mit:
Amanda Lee Koe (Singapur)
Patrick Chamoiseau (Martinique)
Moderation: Ruthard Stäblein

Die Veranstaltung wird konsekutiv ins Deutsche übersetzt.
Wir empfehlen, sich 30 Minuten vor Beginn des Werkstattgesprächs einzufinden, da die Sitzplätze begrenzt sind und wir keinen Platz garantieren können.

14.30–16.00 Uhr
Werkstattgespräch 4:
Poetik der chaotischen Welt
Welche literarischen Ausdrucksmittel werden dem Chaos einer zunehmend vernetzten und interdependenten Welt noch gerecht? Weicht der Roman einer anderen Großform des Schreibens? Wie kann man über Ländergrenzen und Kulturen hinweg von der Gegenwart erzählen?
Mit:
Luiz Ruffato (Brasilien)
José Eduardo Agualusa (Angola/Portugal)
Moderation: Michael Kegler

Die Veranstaltung wird konsekutiv ins Deutsche übersetzt.
Wir empfehlen, sich 30 Minuten vor Beginn des Werkstattgesprächs einzufinden, da die Sitzplätze begrenzt sind und wir keinen Platz garantieren können.

14.30–16.00 Uhr
Werkstattgespräch 5:
Alien Nation
Auch heute noch wird das Werk von Schriftstellern oft anhand ihrer Herkunft eingeordnet. Aber was bedeutet es für einen Künstler als Repräsentant eines bestimmten Menschenschlags wahrgenommen zu werden? Und was heißt das für seine Kunst? Ist nicht die wichtigste Erfahrung, die einen Menschen zum Schreiben treibt, die allseitige Entfremdung von seiner sozialen Umwelt, die Zugehörigkeit zu einer Nation der Entfremdeten?
Mit:
Priya Basil (England/Kenia)
Jamal Mahjoub (England/Sudan)
Moderation: Katharina Borchardt

Die Veranstaltung wird konsekutiv ins Deutsche übersetzt.
Wir empfehlen, sich 30 Minuten vor Beginn des Werkstattgesprächs einzufinden, da die Sitzplätze begrenzt sind und wir keinen Platz garantieren können.

18.00–19.30 Uhr, Lesesaal
Den „Globalen Süden“ neu denken
Abschlusspodium
In einer Welt mit vielen Zentren stellen sich politische, soziale und auch künstlerische Fragestellungen ganz neu. Auf welche Weise stehen die Länder des globalen Südens in kulturellem Austausch und inwiefern betrifft dies auch Europa?
Mit:
Abdulrazak Gurnah (Tansania/England)
Mukoma wa Ngugi (Kenia/USA)
José Eduardo Agualusa (Angola/Portugal)
Moderation: Claudia Kramatschek

20.00 Uhr, Lesesaal
„The Poet of Unlove“
Performance mit Marc Nair (Singapur)
Wer sich die Syntax bricht, von Lallomanie befallen ist und an akutem Versfieber leidet, der sollte sich in Marc Nairs „Language Hospital“ einen „Adrinaline Shot of Pure Alphabet“ abholen. Nairs Texte reichen über das defibrillierende Liebesgedicht bis hin zur heiteren Zwerchfellpunktion. Der preisgekrönte Slam-Poet Marc Nair performt Gedichte aus „The Poet of Unlove“ und „Animal City Sounds“.
Moderation: Dirk Hülstrunk

ARTE-Filmprogramm im Lesekabinett

Der Eintritt zu den Filmvorführungen ist frei.

13.00 Uhr
Premiere: Money in Minutes
ARTE/WDR 2014, 52 Min.
Der „Globale Süden“ und die Globalisierung: Wie Migration in den Herkunftsländern der Migranten zu einem wichtigen ökonomischen Faktor wird und westlichen Finanzdienstleistern satte Renditen beschert. Ein Film über einen bislang kaum beachteten Aspekt der Globalisierung.
Ausstrahlung der Dokumentation auf ARTE: Dienstag, 26. Januar 2016, 22.55 Uhr

16.00 Uhr
Zanzibar Musical Club
ARTE/ZDF 2008, 84 Min.
Der Indische Ozean ist ein gigantischer Begegnungsraum der Kulturen. Mittendrin: die Insel Sansibar. Die preisgekrönte Dokumentation gibt einen tiefen Einblick in die dortige Musikkultur, welche die wechselvolle Geschichte und Multikulturalität der Insel spiegelt.

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José Eduardo Agualusa und Luiz Ruffato – neu in deutscher Übersetzung

Die Sommerpause hier im Blog ist vorbei. Wir hoffen, Sie hatten erholsame Ferien und freuen sich so wie wir über die ersten Herbstnovitäten.

Ruffato: Ich war in Lissabon und dachte an dichAssoziation A setzt seine Werkreihe mit Titeln von Luiz Ruffato aus Brasilien fort. Eben erschienen ist der Band Ich war in Lissabon und dachte an dich (Original: Estive em Lisboa e lembrei-me de você) in der bewährten Übersetzung von Michael Kegler.

Serginho aus dem brasilianischen Cataguases (übrigens auch die Geburtsstadt des Autors) hat Arbeit und Frau verloren und die Schnapsidee, sich nach Europa abzusetzen. In Lissabon ohne Geld und Papiere angekommen, schlägt er sich durch und entdeckt die portugiesische Hauptstadt mit den Augen eines Einwanderers. In den traditionellen Restaurants der Touristenviertel arbeiten Osteuropäer, Brasilianer, Afrikaner – alle getrieben von der Hoffnung auf ein besseres Leben und mit einer Fluchtgeschichte im Gepäck.  Es wäre kein „Ruffato“, wenn uns nicht auch hier das Lissabon der kleinen Leute, der Mittellosen, Benachteiligten vorgestellt würde, fernab aller touristischen Klischees.

José Eduardo Agualusa: Das Lachen des GeckosDie zweite Neuerscheinung ist eigentlich eine Wiederauflage eines vergriffenen Titels. Mit einem schicken neuen Cover präsentiert uns der A1 Verlag aus München einen der besten Romane von José Eduardo Agualusa Das Lachen des Geckos (O vendedor de passados, ebenfalls in der Übersetzung von Michael Kegler.

Der Protagonist Félix Ventura geht einer ungewöhnlichen Tätigkeit nach: Er handelt mit erfundenen Vergangenheiten. Seine Kunden sind Minister, Landbesitzer und Generäle, Menschen der neuen angolanischen Oberschicht. Sie alle blicken in eine gesicherte Zukunft, was ihnen jedoch fehlt, ist eine glanzvolle Vergangenheit. Ventura erstellt neue Stammbäume für sie, beliefert sie mit Fotografien von Großeltern und Urgroßeltern und stattet sie mit einem makellosen Vorleben aus. Doch dann kommt ein Fremder und beauftragt Ventura, ihm nicht nur eine neue Vergangenheit, sondern eine völlig neue angolanische Identität zu verschaffen. Venturas Schöpfung beginnt den Fremden so sehr zu fesseln, dass er sich zunehmend die gefälschten Identität übernimmt und sich auf die Suche nach den Figuren seiner gekauften Vita begibt.

Agualusas Roman wurde 2007 mit dem britischen Independent Foreign Fiction Award ausgezeichnet und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Wenn Sie das Buch noch nicht kennen, sollten Sie die „zweite Chance“ auf keinen Fall verpassen.

Wie immer finden Sie Original und deutsche Übersetzung in unserer Frankfurter Buchhandlung und in unserem Onlineshop.

Luiz Ruffato: Ich war in Lissabon und dachte an dich, Assoziation A, 14,00 EUR

José Eduardo Agualusa Das Lachen des Geckos,A1 Verlag, 17,80 EUR

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Sommerlektüre – Teil 1

Kalendarisch hat der Sommer längst begonnen, ebenso wie die großen Ferien  in einigen Bundesländern. Höchste Zeit also für ein paar Lektüretipps für den anstehenden Urlaub. Alice Brito: As mulheres da Fonte NovaDer schon vor 2012 erschienene Roman As mulheres da Fonte Nova, das Debüt der portugiesischen Schriftstellerin Alice Brito, war Thema unseres regelmäßig stattfindenden Lesekreises und fand großen Zuspruch. Erzählt wird die Geschichte von Arminda und Maria João, die in den 1930er Jahren in Setúbal im selben Stadtviertel aufwachsen, einer Stadt die damals von Armut und der allgegenwärtigen Fischkonservenindustrie geprägt war. Alice Brito gelingt es ganz hervorragend, das Leben der Frauen zu beschreiben und gleichzeitig die Stimmung in der Stadt mit ihren Gerüchen, Geräuschen usw. ganz plastisch einzufangen.  Trotz der schwierigen Lebenssituation der Hauptfiguren wirkt das Buch trotzdem nicht schwermütig. Ideal also als Begleiter für den Urlaub in Portugal. 9789897222139Für Liebhaber der kurzen Form empfehlen wir den neuen Erzählband O Livro dos Camaleões von José Eduardo Agualusa. Nach der Veröffentlichung des historischen Romans A Rainha Ginga im letzten Jahr, stellt uns Agualusa diesmal wieder einmal Figuren auf Identitätssuche vor, ein Thema, das ihn auch schon in vorangegangenen Büchern beschäftigt hat.  Hier treten unter anderem ein in Portugal respektierter afrikanischen Diktator auf, der seine Biographie schreibt oder auch ein bekannter Seemann, der an einen Ort gerät, an dem die Zeit nicht vergeht.  Für eine Reise nach Angola oder Rio de Janeiro ebenso geeignet wie für das Kopfkino auf dem heimischen Balkon. Der A1 Verlag veröffentlicht übrigens im August eine Neuauflage von Agualusas bekanntesten Roman Das Lachen des Geckos (O vendedor de passados), den wir auch unbedingt zur Lektüre empfehlen. David Machado: Índice Médio da FelicidadeMit dem Literaturpreis der Europäischen Union wurde in diesem Jahr der Roman Índice Médio da Felicidade von David Machado ausgezeichnet. Hier gerät der Lebensplan der Hauptfigur Daniel aus den Fugen, den er in einer Art Tagebuch der Zukunft aufgeschrieben hatte. Doch plötzlich ändern sich die äußeren Umstände, Portugal kollabiert, Daniel verliert seine Arbeit, kann die Raten fürs Haus nicht mehr bezahlen, seine Frau, auch arbeitslos, verlässt ihn zusammen mit den Kindern auf der Suche nach besseren Möglichkeiten.  Doch Daniel will trotz der Umstände seinen Optimismus nicht verlieren und kämpft für sein Glück und das seiner Familie.  Ein aktueller Roman, der die Krise der letzten Jahre in Portugal reflektiert. Alle vorgestellten Bücher gibt es wie immer bei uns in Frankfurt in der Buchhandlung oder in unserem Onlineshop.

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Neuerscheinungen aus Angola

Gleich zwei interessante Neuerscheinungen von angolanischen Autoren beschert uns der diesjährige Büchersommer.

Ondjaki, der im vorigen Jahr den Prémio José Saramago für seinen Luanda-Roman Os transparentes erhalten hat,  hat Ondjaki: Sonhos azuis pelas esquinaseinen großartigen neuen Erzählband vorgelegt, der den poetischen Titel Sonhos azuis pelas esquinas trägt(inspiriert von einem Gedicht der angolanischen Autorin Ana Paula Tavares). In jeder Erzählung, die meistens auf Reisen spielen und sich durch eine sehr poetische Sprache auszeichnen, taucht ein Alter Ego des Autors auf. Wir erfahren von chinesischen Schneidern in Macau, Prager Friedhöfen, einer Hochzeit in Santiago de Compostela, die sich verspätet, weil der Pfarrer die Tür nicht öffnet. Die Begegnungen haben manchmal skurrile, manchmal melancholische Ereignisse zur Folge und klingen in den meisten Fällen noch nach. Das Cover wurde erneut von António Jorge Gonçalves gestaltet, mit dem Ondjaki im letzten Jahr die inzwischen schon prämierte Graphic Novel Uma escuridão bonita veröffentlicht hat.

José Eduardo Agualusa: A rainha GingaDer zweite Lesetipp ist gleichzeitig das Buch, das wir für die nächste Runde unseres Lesekreises im September ausgewählt haben: Der neue Roman von José Eduardo AgualusaA Rainha Ginga. Hier steht mit der titelgebenden Königin Ginga (eigentlich Dona Ana de Sousa) eine der interessantesten Persönlichkeiten der afrikanischen Geschichte im Mittelpunkt. Agualusa stellt uns Ana de Sousa in diesem Roman aus dem Blickwinkel eines ihrer Sekretäre, einem Geistlichen aus Pernambuco, vor. Der gelungene Umschlagentwurf stammt von Stéphane Munier.

Besagte Leserunde trifft sich wieder nach dem Sommer am 24.September ab 19.00 Uhr bei TFM. Falls Sie bisher noch nicht teilgenommen haben und interessiert sind, melden Sie sich gern telefonisch (069-282647) oder per E-mail.

Ondjaki: Sonhos azuis pelas esquinas

José Eduardo Agualusa: A rainha Ginga

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Prémio Fernando Namora für José Eduardo Agualusa

Das große brasilianische Literaturfest in Frankfurt ist vorbei, vielleicht bleibt in den nächsten Tagen noch Zeit für eine kleine Bilanz hier im Blog. Zahlreiche der eingeladenen Autoren werden in den nächsten Tagen noch in verschiedenen deutschen Städten zu Lesungen unterwegs sein. Nutzen Sie die Gelegenheit, die neue brasilianische Literatur kennenzulernen.

Hier im Blog sollen nun auch wieder andere Themen etwas mehr Raum erhalten.

José Eduardo Agualusa: Teoria geral do esquecimentoWie heute bekannt wurde, erhält der angolanische Schriftsteller José Eduardo Agualusa den Prémio Fernando Namora für seinen Roman Teoria geral do esquecimento, der von einer Frau handelt, die sich 1975 kurz nach der angolanischen Unabhängigkeit, in ihrer Wohnung einmauert, und dort viele Jahre allein bleibt.

Ein sehr starkes Buch, das hoffentlich bald ins Deutsche übersetzt wird und den Preis verdient hat. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert und wird von der Gruppe Estoril-Sol vergeben. Mehr Informationen in portugiesischer Sprache hier in der Online-Ausgabe des Público.

 

 

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José Eduardo Agualusa: A vida no céu

Vor wenigen Tagen ist der angolanische Autor José Eduardo Agualusa für sein im letzten Jahr erschienenes Kinderbuch A Rainha dos Estapafúrdios, das von DanutaWojchiechowska illustriert wurde, mit dem erstmals verliehenen Prémio Manuel António  Pina ausgezeichnet worden.  Erzählt wird die Geschichte des unscheinbaren Rebhuhs mit Namen Ana, das auf der Suche nach einem bunteren Gefieder in einen Regenbogen fällt und so nach vielen Abenteuern zur Königin der Savanne wird.

José Eduardo Agualusa: A vida no céuAuch sein neuer Roman A vida no céu, der bei der Anfang Juni zu Ende gegangenen Lissabonner Buchmesse vorgestellt wurde, wendet sich an ein jugendliches oder jung gebliebenes Publikum (Agualusa nennt ihn selbst „romance para jovens e outros sonhadores“). In einer Welt, die nach einer großen Umweltkatastrophe, bei der alle Kontinente im Meer versunken sind, nur noch aus zu Städten und Dörfern verbundenen Luftschiffen und Heißluftballonen besteht, begibt sich der 16jährige Protagonist Carlos Benjamin Tinoco auf die Suche nach seinem verschollenen Vater. Im Laufe seiner Suche lernt er andere Bewohner dieser eigenartigen Welt in den Lüften kennen: eine Medizinfrau aus Südafrika, einen indonesischen Piraten und die junge, rebellische Aimée, die in Paris, dem schönsten Luftschiff der Welt lebt.

Das Buch ist Teil einer Serie, in der noch zwei weitere Romane erscheinen sollen.  Zumindest hat der Autor dieses Versprechen seinen beiden Kindern gegeben, die die Entstehung des Romans kritisch und mit Ratschlägen begleitet haben.

José Eduardo Agualusa: A vida no céu, und alle anderen Titel von José Eduardo Agualusa im Original und in deutscher Übersetzung sind wie immer in unserer Buchhandlung erhältlich.

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Berlinda Festival vom 17.Oktober-17. November in Berlin

Während wir hier  in Frankfurt mitten in den Vorbereitungen zur Buchmesse stecken, laufen in Berlin sicher die Vorbereitungen für das am 17. Oktober beginnende Festival Berlinda auf Hochtouren. Zum ersten Mal wird in Berlin ein Festival der Kultur  portugiesischsprachiger Länder veranstaltet. Veranstalter ist das Kulturmagazin Berlinda, das seit vergangenem Jahr über das portugiesischsprachige Kulturleben in Berlin informiert.  Das Programm ist umfangreich und umfasst die Sparten Musik, Literatur,  Kunst und Film.  Gleich zu Beginn präsentiert die neu formierte portugiesische Gruppe Madredeus um den Gründer Pedro Ayres Magalhães ihr neues Album Essência. Freuen darf man sich auch das erste Deutschland-Konzert der angolanischen Sängerin Aline Frazão.

Literarische Höhepunkte sind die Lesungen mit José Eduardo Agualusa, Ondjaki, Marcelo Ferroni und Luiz Ruffato (die drei letztgenannten sind im Oktober/November auch noch in anderen deutschen Städten, u.a. in Frankfurt unterwegs, Details dazu in Kürze)   Mehrere Ausstellungen und Filmvorführungen (teilweise in Anwesenheit der Regisseure)  runden das Festival Berlinda ab. Wenn Sie also von Mitte Oktober bis Mitte  November in Berlin sind, schauen Sie auf jeden Fall  an den verschiedenen Veranstaltungsorten des Festivals vorbei. Das komplette Programm ist hier online.

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Frühjahrsnovitäten für den Sommerurlaub

Jetzt, da für einige schon die ersehnten Sommerferien beginnen, möchten wir noch auf ein paar Frühjahrsnovitäten hinweisen, die in den letzten beiden Monaten erschienen sind. Vielleicht findet das eine oder andere Buch ja noch Platz in Ihrem Reisegepäck.

Der mit dem Prémio José Saramago ausgezeichnete Roman Os Malaquias der brasilianischen Autorin Andrea del Fuego ist in Portugal erschienen. Erzählt wird in die Geschichte der Geschwister Nico, Júlia e Antônio aus dem Hinterland Brasilien, deren die Eltern sind bei einem Blitzschlag ums Leben gekommen sind . Der Roman besticht durch eine ungewöhnliche, etwas aus der Zeit fallende Sprache, Elemente, die aus dem realismo mágico stammen könnten, und eine spannende Geschichte. Die deutsche Übersetzung soll im kommenden Jahr erscheinen.

Der angolanische Autor José Eduardo Agualusa, dank der verlegerischen Arbeit des A1 Verlags inzwischen auch dem deutschsprachigen Publikum ein Begriff, hat mit Teoria Geral do Esquecimento ebenfalls einen neuen Roman vorgelegt. Die Handlung spielt im Jahr 1975 kurz nach der Unabhängigkeit Angolas. Eine portugiesische Frau, die von den Umwälzungen in Schrecken versetzt wird, errichtet eine Wand, die ihre Wohnung vom Rest des Gebäudes und damit vom Rest der Welt trennt. Dort wird sie  – wie eine Schiffbrüchige auf einer einsamen Insel – die nächsten dreißig Jahre verbringen, während die angolanische Hauptstadt Luanda um sie herum wächst und leidet.

Ein ganz anderes Thema steht im Mittelpunkt von A confissão da leoa, dem neuen Roman des mosambikanischen Schriftstellers und Biologen Mia Couto. Er basiert auf einer realen Begebenheit, im Jahr 2008 wurde die Provinz Cabo Delgado immer wieder von Löwen attackiert, in relativ kurzer Zeit starben mehr als 200 Menschen. Um das Problem zu lösen, wurden zwei professionelle Jäger in die Provinz entsandt, die über viele Wochen hinweg gegen die Löwen kämpften. Ein interessantes Interview (in portugiesischer Sprache) zur Entstehungsgeschichte des Romans ist im Blog des Literaturkritikers José Mário Silva erschienen.

Alle vorgestellten Bücher sind natürlich in unserer Frankfurter Buchhandlung oder online erhältlich.

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José Eduardo Agualusa auf Lesereise

Der angolanische Autor José Eduardo Agualusa ist im November in Deutschland und Österreich unterwegs und stellt seinen im A1-Verlag in deutscher Übersetzung von Michael Kegler erschienenen Roman Barroco Tropical  vor.

Die Termine:

16.11. um 20:00 / Café Muffathalle / München
17.11. um 19:00 / Universität / Salzburg
18.11.  um 20:00 / Grüne Akademie / Graz
21.11. um 19:30 / Allerweltshaus / Köln

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