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Patrícia Melo am 8.3. bei „Brasilesen“

Die erfolgreiche Reihe

geht nach dem enormen Zuspruch beim letzten Mal schon im März in eine neue Runde. Wir freuen uns dann auf Patrícia Melo.

Sie liest am Mittwoch, dem 8.März um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei/Zentralbibliothek Frankfurt, Hasengasse 4 aus ihrem Krimi Trügerisches Licht (Fogo-Fátuo), das im letzten Jahr in der Übersetzung von Barbara Mesquita bei Tropen erschienen ist. Moderation und Übersetzung: Barbara Mesquita. Der Eintritt ist wie immer frei.

Patrícia Melo, copyright: Júlia MoraesPatrícia Melo wurde 1962 in São Paulo geboren. Die Autorin und Dramaturgin schreibt Romane, Hörspiele und Drehbücher. Die »Times« kürte Patrícia Melo zur »führenden Schriftstellerin des Millenniums« in Lateinamerika. Zweimal erhielt sie den Deutschen Krimi Preis, außerdem den LiBeraturpreis und den Prix Deux Océans. Patrícia Melo lebt in Brasilien und in der Schweiz.

Patrícia Melo: Trügerisches LichtSensationslust folgt überall den gleichen Regeln: Schön ist interessanter als hässlich, reich spannender als arm, und nichts geht über einen ermordeten Star. Trügerisches Licht ist ein abgründiger Krimi über den Kontrast zwischen glamouröser Fernsehwelt und einem Brasilien, das im Chaos versinkt.

Tatort São Paulo: Bei einer Theatervorstellung erschießt sich der Serienstar Fábbio Cássio auf der Bühne. Schnell ist der Kriminaltechnikerin Azucena klar, dass dieser Selbstmord in Wahrheit ein geschickt inszenierter Mord ist. Zunächst fällt ihr Verdacht auf die Ehefrau des Toten, die zur Tatzeit Kandidatin einer Reality-Show ist und deren Beliebtheitswerte beim Publikum nach Fábbios Tod in die Höhe schnellen. Und während Azucena noch um das Sorgerecht für ihre Töchter kämpft, wird sie mit einem skrupellosen Mörder konfrontiert, der es am Schluss auf die Ermittlerin selbst abgesehen hat.

BrasiLesen ist eine Iniatitive des Centro Cultural Brasileiro de Frankfurt (CCBF e.V.), in Kooperation mit dem Generalkonsulat von Brasilien, LitpromTFM-Centro do Livro , der Literarischen Agentur Mertin , unterstützt von  Empório VidaBio .

Mit freundlicher Unterstützung von TAP Portugal.

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Ricardo Adolfo und Martha Batalha – neu in deutscher Übersetzung

In diesem Herbst sind zwei neue Übersetzungen erschienen, auf die wir hinweisen möchten.

Ricardo Adolfo: Maria von den abgesägten GewehrläufenDer für die portugiesischsprachigen Literaturen so engagierte A1 Verlag (mit Titel u.a. von José Eduardo Agualusa, Ana Paula Maia und Manuel Jorge Marmelo) hat von Ricardo Adolfo das Buch mit dem ungewöhnlichen Titel Maria von den abgesägten Gewehrläufen (Original: Maria dos Canos Serrados) in der Übersetzung von Barbara Mesquita veröffentlicht.

Der Roman, der in einem krisengebeutelten Vorort Lissabons spielt, hat Maria zur Hauptfigur, die, verlassen und bankrott, beschließt mit einer abgesägten Schrotflinte alte Rechnungen zu begleichen.  Eine wilde Geschichte und eine Reflexion über eine Frau, „die keinen Clyde braucht, um Bonnie zu sein“, so der Verlag.

Ricardo Adolfo, geboren 1974 in Luanda/Angola, wuchs in Lissabon und Macau auf. Nach Stationen in London und Amsterdam lebt er heute als Creative Director einer internationalen Werbeagentur mit seiner Frau in Tokio. Dort entstand auch sein letztes Buch Tóquio vive longe da terra, das letztes Jahr in Portugal erschienen ist, mit dem er sich in die inzwischen relativ große Zahl von portugiesischenr und brasilianischen Autoren einreiht, auf die Japan eine gewisse Faszination ausübt, aber dafür vielleicht später einmal mehr in einem separaten Artikel.

Martha Batalha: Die vielen Talente der Schwestern GusmãoDas  zweite Buch, das jetzt im November erschienen ist, stammt von der brasilianischen Autorin Martha Batalha, trägt den Titel Die vielen Talente der Schwestern Gusmão (Original: A vida invisível de Euridice Gusmão) und wurde von Marianne Gareis für den Insel-Verlag ins Deutsche übersetzt.

Die Geschichte spielt im Rio der 1940er Jahre und in ihrem Zentrum stehen die titelgebenden Schwestern Euridice und Guida Gusmão, die im kosmopolitischen  Flair der Stadt trotz allem vor allem eines sein sollen: liebende Gattinnen und Mütter. Damit wollen sich die beiden Schwestern Gusmão allerdings nicht zufriedengeben. Und so ersinnen sie mit großem Einfallsreichtum immer wieder neue Wege, um ihrem Familienalltag zu entkommen. Ob als Köchinnen, Schneiderinnen oder Liebhaberinnen – die beiden erkämpfen sich ihr eigenes Glück.

Martha Batalha ist Journalistin, Kulturschaffende und Schriftstellerin. Sie gründete einen erfolgreichen Verlag, brachte die Ausstellung World Press Photo nach Brasilien und lebt und arbeitet derzeit in New York.

Beide Romane im Original und in deutscher Übersetzung gibt es bei uns in der Buchhandlung.

Ricardo Adolfo: Maria von den abgesägten Gewehrläufen, 18,80 EUR

Martha Batalha: A vida invisível de Euridice Gusmão. 12,95 EUR

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Sommerkrimis

Zum Start der Urlaubssaison sind gleich drei neue Krimis erschienen, die sich mit Brasilien oder Portugal beschäftigen.

Edney Silvestre: Der stumme ZeugeIm Mittelpunkt des neuen Krimis Der stumme Zeuge (Originaltitel: A felicidade é fácil, übersetzt von Kirsten Brandt) von Edney Silvestre steht die Vetternwirtschaft unter dem früheren brasilianischen Präsidenten Collor de Mello.  Maike Albath hat das Buch für Deutschlandradio Kultur sehr positiv rezensiert und konstatiert, dass man nach der Lektüre „die aktuellen Geschehnisse in Brasilien in einem anderen Licht“ sehe.  Die Verquickung von Polizei, Politik und Justiz ist leider kein neues Phänomen.

Patrícia Melo: Trügerisches LichtAuch in Patrícia Melos neuem Krimi Trügerisches Licht (Originaltitel: Fogo-fátuo, übersetzt von Barbara Mesquita) geht es um ein Brasilien, das immer mehr ins Chaos stürzt. Angesiedelt ist die Handlung in der glamourösen Medienwelt, wo während einer Theatervorstellung der Serienstar Fábbio Cássio einem geschickt inszeniertem Mord zum Opfer fällt. Patrícia Melo ist die hierzulande bekannteste brasilianische Krimiautorin und wurde schon mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet. Neben anderen Autoren findet der neue Roman auch in einem Interview mit Michi Strausfeld im Deutschlandradio Kultur Erwähnung.

Luis Sellano: Portugiesisches ErbeMit Portugiesisches Erbe. Ein Lissabon-Krimi erscheint erstmals ein Städte-Krimi. Der Autorenname Luis Sellano lässt einen portugiesischen Autor vermuten. Das ist allerdings nicht der Fall. Hinter dem Pseudonym versteckt sich der Autor Oliver Kern aus Baden-Württemberg. Wie so häufig, war der Verlag der Meinung, dass sich zum Portugal-Thema auch ein portugiesischer Name gehört. Inhaltlich geht es um den ehemaligen Polizeikommissar Henrik Falkner, der von seinem Onkel ein Haus mit Antiquitätenladen in Lissabon erbt und erfährt, dass dieser Onkel hauptsächlich Stücke gesammelt hat, die mit Kriminalfällen in Verbindung stehen. Sicher eine eher amüsante und leichte Urlaubslektüre für Lissabon-Urlauber.

Alle drei Titel finden Sie natürlich in unserem Sortiment oder können Sie online in unserem Webshop bestellen.

Edney Silvestre: Der stumme Zeuge, Limes 2016, 19,99 EUR

Patrícia Melo: Trügerisches Licht, Tropen 2016, 14,95 EUR

Luis Sellano: Portugiesische Erbe, Heyne 2016, 14,95 EUR

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João Tordo: Stockmans Melodie

Erfreulicherweise werden, so zumindest unser Eindruck, wieder mehr portugiesische Autoren ins Deutsche übersetzt.

João Tordo: Stockmans MelodieBei Droemer ist jetzt im April der Roman Stockmans Melodie von João Tordo in der Übersetzung von Barbara Mesquita erschienen. João Tordo gehört zu einer Gruppe portugiesischer Autoren (neben beispielsweise José Luís Peixoto, Valter Hugo Mãe, Afonso Cruz, João Ricardo Pedro) um die 40, die in den letzten Jahren in Portugal erfolgreich Fuß gefasst haben und die literarische Szene des Landes prägen. Für seinen Roman As três vidas wurde er 2009 mit dem Prémio Saramago ausgezeichnet. Zuletzt erschienen 2015 gleich zwei neue Roman O luto de Elias Gro und O Paraíso segundo Lars D.

Stockmans Melodie, in Portugal unter dem Titel O ano sabático erschienen, ist eine düster-melancholische Doppelgängergeschichte, in deren Zentrum der Jazz-Kontrabassist Hugo steht, der nach erfolglosen Jahren in Montreal in seine Heimat Lissabon zurückkehrt. Hier will er endlich seine erste Komposition vollenden. Doch bei einem Konzert des berühmten Pianisten Luís Stockman gerät der 43-Jährige in einen Alptraum: Stockman spielt seine, Hugos, Komposition! Als Hugo auch noch verwechselt wird und seine eigene Mutter seine Identität bezweifelt, beginnt für ihn eine obsessive Suche nach der Wahrheit.

Wir freuen uns sehr, dass João Tordo am 15. März bei uns zu Gast sein wird, um dieses Buch vorzustellen, eine separate Einladung zur Lesung erfolgt in Kürze.

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Angola entdecken!

Die angolanische Literatur ist auf dem deutschsprachigen Markt bislang eher unterrepräsentiert. Übersetzt sind einige hervorragende Romane von José Eduardo Agualusa, das Jugendbuch Bom dia, camaradas von Ondjaki und der sozialkritische Krimi Jaime Bunda – Geheimagent von Pepetela. Hinzu kommt die zweisprachige Anthologie Mögen Pitangas wachsen – Oxalá cresçam pitangas, die im vergangenen Jahr erschienen ist.

Angola entdeckenDie Übersetzerin Barbara Mesquita hat jetzt im Arachne Verlag eine neue Anthologie mit dem Titel Angola entdecken! herausgegeben, die bisher nicht übersetzte Erzählungen und Romanauszüge unter anderem von Pepetela, Ondjaki, Luandino Vieira, Boaventura Cardoso und Henrique Guerra enthält. Übersetzt wurden die Texte von der Herausgeberin selbst sowie von Inés Koebel, die dem Buch auch ein Glossar angefügt haben, das die Eigenheiten des angolanischen Portugiesisch erläutert.

Thematisch deckt die Auswahl, die zum 40. Jahrestag der Unabhängigkeit Angolas erscheint, die Kolonialzeit, den Unabhängigkeitskrieg, das sozialistische Intermezzo nach der Unabhängigkeit sowie die Gegenwart ab.Das kenntnisreiche Vorwort gibt einen kurzen Abriss der angolanischen Literaturgeschichte, die naturgemäß eng mit der Geschichte im allgemeinem verknüpft ist.  Gerade die großen historischen Romane von Pepetela (A gloriosa família oder Geração da utopia) würden sicher eine Übersetzung in Gänze lohnen.

Barbara Mesquita (Hrsg.): Angola entdecken!, Arachne Verlag 2015, 18,00 EUR (natürlich bei uns erhältlich)

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Mögen Pitangas wachsen – angolanische Literatur zweisprachig

Mögen Pitangas wachsen - Oxalá cresçam pitangas (portugiesisch-deutsch)Fast unbemerkt ist im Leipziger Poetenladen ein neues zweisprachiges Buch erschienen, das sich erstmals der angolanischen Gegenwartsliteratur zuwendet. Mit dem Titel Mögen Pitangas wachsen – Oxalá cresçam pitangas stellt die Herausgeberin Ineke Phaf-Rheinberger bisher unübersetzte Autoren aus Angola vor. Vertreten sind  Zetho Cunha Gonçalves, Tazuary Nkeita, Carmo Neto, Roderick Nehone, Isabel Ferreira, Sónia Gomes, Amélia Dalomba, Arnaldo Santos, João Melo, Agostinho Neto, António Gonçalves, José Luís Mendonça sowie Décio B. Mateus.

Titelgebend ist die Pitanga, eine wohlschmeckende rote Beere, die in den Tropen wächst. Ondjaki, der bekannte angolanische Autor, der allerdings nicht in der Anthologie vertreten ist, hat einen Dokumentarfilm über Luanda mit diesem Titel veröffentlicht (Trailer bei youtube)

Die Anthologie, deren Texte alle von Barbara Mesquita aus dem angolanischen Portugiesisch übersetzt wurden, enthält im ersten Teil neun Erzählungen, im zweiten sieben Gedichte, wobei der deutsche und der portugiesische Text nacheinander abgedruckt sind. Lernende, die ihre Portugiesischkenntnisse ausprobieren möchten, beginnen also am besten mit der zweiten Hälfte des Buches.

Die Herausgeberin  gibt in einer Einleitung und in einem lesenswerten Nachwort einen guten Einblick in die aktuelle Lage der angolanischen Literatur und weiterführende Information zu den ausgewählten Autoren.

Abgerundet wird der Band durch eine Bibliographie, die eine Auswahl der übersetzten Titel angolanischer Autoren ins Deutsche und weiterführende Literaturhinweise.

Ineke Phaf-Rheinberger (Hrsg.): Mögen Pitangas wachsen – Oxalá cresçam pitangas (portugiesisch-deutsch), erhältlich ab sofort bei TFM, 15,80 EUR

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Deutscher Krimipreis 2014 geht an Patrícia Melo

Patrícia Melo: LeichendiebDie brasilianische Autorin Patrícia Melo wird in er Kategorie „Deutscher Krimipreis international“ für Ihren Roman Leichendieb, der in deutscher Übersetzung von Barbara Mesquita im vergangenen Jahr bei Tropen (Klett-Cotta) erschienen ist, ausgezeichnet.

Seit 1985 werden mit dem Preis in den Kategorien National und International in jedem Jahr Autoren gewürdigt, die dem Genre „Krimi“ neue Impulse geben. Der Preis wird vom Bochumer Krimi Archiv organisiert und ist nicht dotiert. Die Jury bilden Literaturkritiker, die sich auf Krimis spezialisiert haben und Krimi-Buchhandlungen. In der Kategorie „Deutscher Krimi“ kam Friedrich Ani mit „M“ auf den ersten Platz.

Das Buch im Original und in der prämierten deutschen Übersetzung erhalten Sie bei uns in der Buchhandlung. Das deutsche Ebook (im Format Epub) erhalten Sie hier bei Libreka.

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Ricardo Adolfo: Mizé

Relativ selten geworden sind in den letzten Jahren die Übersetzungen aktueller portugiesischsprachiger Literatur ins Deutsche. José Saramago, António Lobo Antunes und Paulo Coelho werden natürlich regelmäßig übersetzt, aber junge Autoren aus Portugal und Brasilien haben es doch relativ schwer. Umso erfreulicher, dass der schon so langsam beginnende Bücherherbst einige Neuerscheinungen bereithält, die wir hier vorstellen werden, sobald sie lieferbar sind.

Gerade eingetroffen ist Mizé – Die schärfste Braut der Vorstadt (portugiesisch: Mizé), erschienen bei Bloomsbury Berlin in der Übersetzung von Barbara Mesquita. Der Verlag feiert das Buch, das in Kürze auch verfilmt werden soll, als neuen Almodóvar. Der Roman spielt in der Lissabonner Vorstadt, die attraktive Mizé hat sich mit Palha eingelassen und nimmt sogar dessen Heiratsantrag an. Doch Mizé wird es bald zu eng in der kleinen Welt der Vorstadt, sie sehnt sich nach ein bißchen Glamour. Eines Abends schaut sich Palha mit ein paar Kumpels ein Sexfilmchen an und plötzlich flimmert Mizé über den Bildschirm.

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