Monatsarchiv: November 2014

Erinnerung an Rio

Geschenkschatulle Rio„Post von August“ lag heute in unserem Briefkasten (vielen Dank dafür an den August Dreesbach Verlag). Das kleine Päckchen enthielt eine Erinnerungsschatulle zu Rio de Janeiro. Wie wir finden, ist das wirklich eine schöne Geschenkidee. In der kleinen Metallschachtel sind 40 Minipostkarten mit typographischen Rio-Motiven enthalten, vom Friseursalonschild über Straßenschilder, Graffitis und Warnungen vor dem Hund.

Der Schatulle sind Bleistift und Radiergummi beigegeben, sodass die Postkarten verschickt werden können oder als Notizzettel, Lesezeichen oder einfach als schöne Erinnerung an einen vergangenen Urlaub oder in der Vorfreude auf eine zukünftige Reise benutzt werden können.

Bestellen können Sie den kleinen Kasten (Postkarten im Format 7,4 x 10,5 cm) bei uns in der Buchhandlung zum Preis von 12,80 EUR.

Weitere Postkartenkästchen gibt es für Berlin, Wien, die Nordsee, die Wiesn und Kaffee & Kuchen.

Augusts hand-greifliche, typografische und daher äußerst praktische Erinnerungsschatullen, N° 1 Rio de Janeiro, 12,80 EUR

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Herbstzeit – Lesezeit, Teil 4

Gleich zwei der bekanntesten jungen Autoren Portugals haben in diesem Herbst neue Bücher vorgelegt.

José Luís Peixoto: GalveiasJosé Luís Peixoto kehrt mit dem Roman Galveias in seine gleichnamige Heimatstadt im Alentejo zurück. Ausgangspunkt ist ein für die Dorfgemeinschaft einschneidendes Erlebnis, das Peixoto zum Ausgangspunkt nimmt in den folgenden Kapiteln die einzelnen Bewohner und ihre oft abgrundtiefen Geschichten zu erzählen.  Sicher einer der besten Romane des Herbstes.

José Luís Peixoto: Galveias, bei TFM für 24,80 EUR

Andere Titel von José Luís Peixoto finden Sie hier in unserem Angebot.

Gonçalo M. Tavares, vom dem mit Die Versehrten und Joseph Walsers Maschine schon zwei Romane aus der „schwarzen Serie“ in deutscher Übersetzung vorliegen, hat in diesem Herbst sogar zwei neue Bücher veröffentlicht.

Gonçalo M. Tavares: Uma menina está perdida no seu século à procura do paiDer Roman Uma menina está perdida no seu século à procura do pai erzählt die Geschichte der 12jährigen Hanna, die am Down-Syndrom leidet und sich zusammen mit Marius, der etwas zu verbergen scheint, auf die Suche nach ihrem Vater begibt. Die Suche führt sie auf eine, einmal mehr düstere,  Reise durch europäische Städte, die durch die Folgen des 2. Weltkriegs gezeichnet sind.

Der zweite Band, ein schmaleres Buch mit dem Titel Os velhos também querem viver  versetzt das Theaterstück Alkestis von Euripedes , in dem es um die Frage des stellvertretenden Todes für einen anderen geht, in die Zeit des Balkankrieges und der Belagerung von Sarajevo.

Gonçalo M. Tavares: Uma menina está perdida no seu século à procura do pai , bei TFM für 21,80 EUR

Gonçalo M. Tavares: Os velhos também querem viver  , bei TFM für 13,90 EUR

Weitere Bücher des inzwischen über 30 Titel umfassenden Werks von Gonçalo M. Tavares finden Sie in unserem Angebot.

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Prêmio Jabuti – Buch des Jahres

Der Prêmio Jabuti „livro do ano“ für das beste Buch des Jahres wird in diesem Jahr seit langer Zeit einmal wieder für ein Kinderbuch verliehen. Die Auszeichnung geht an die renommierte Autorin Marina Colasanti für den Titel Breve história de um pequeno amor.

Laurentino Gomes: 1889Im Bereich Sachbuch wurde Laurentino Gomes für sein Buch 1889 ausgezeichnet, das die erfolgreiche Geschichtstrilogie nach den Bestsellern 1808 und 1822 fortsetzt.

Das „Buch des Jahres“ (Literatur und Sachbuch) wird jeweils aus den Preisträgern aller Kategorien des Prêmio Jabuti gewählt.

Bereits vor einigen Wochen waren die besten Bücher in den zahlreichen Unterkategorien  (u.a. bester Roman, beste Erzählung, beste Übersetzung, bestes Design etc.) ausgezeichnet worden. Die Liste der Preisträger findet sich hier.

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Felipe Tadeu spricht Tropicália

Nach langer Pause hat die erfolgreiche Vortragsreihe des brasilianischen Musikjournalisten Felipe Tadeu nun endlich ein neues Zuhause gefunden.

TropicáliaAm Samstag, dem 22.11. um 18.00 Uhr spricht er über die Kulturbewegung Tropicália, die Brasilien in den 1960er Jahren revolutioniert hat. Neuer Veranstaltungsort ist der Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5 im Zentrum Frankfurts.

Patricia Sojka übersetzt.

Eintritt 10,00 EUR.

Eine Veranstaltung des Centro Cultural Brasileiro de Frankfurt (CCBF e.V.) mit Unterstützung von VidaBio.

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Manoel de Barros (1916-2014)

Há muitas maneiras sérias de dizer nada, mas só a poesia é verdadeira. (Manoel de Barros)

Es gibt viele ernstgemeinte Arten, nichts zu sagen, aber allein die Poesie ist wahrhaftig.

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Wir trauern um Brasiliens bekanntesten Dichter und unseren Autor, Manoel de Barros, der heute im Alter von 97 Jahren in Campo Grande  nach längerer Krankheit gestorben ist. Er hinterlässt sein Frau Stella und die Tochter Martha.

Manoel Wenceslau de Barros wurde 1916 in Cuiabá geboren. Mit 21 Jahren veröffentlicht er seinen ersten Gedichtband Poemas concebidos sem pecado. Durch seine Herkunft, die er selbst als „ungebändigt” (de bugre) bezeichnete und die wesentlich mehr als eine indigene Abstammung beinhaltet, ist er zu einem besonderen Verstehen des Menschlichen, der Pflanzenwelt, der Gewässer und der Vögel in tiefer dichterischer Verbundenheit über Leib, Geist und Seele befähigt. Im Jahre 1940 schloss er in Rio de Janeiro sein Jurastudium ab und zog 1958 zurück ins Pantanal auf die Farm Nhecolândia. Dort setzte er seine poetischen Schriften fort und erhielt zahlreiche Auszeichnungen für seine mehr als 30 Gedichtbände (u.a. 2x Prêmio Jabuti)

Viele zeitgenössische Autoren portugiesischer Sprache sind durch sein besonderes Werk und seine poetische Sprache beeinflusst worden.  In deutscher Übersetzung erschien im vergangenen Jahr  das von Britta Morisse Pimentel herausgegebene Fotoessay „Canto do Mato – Gesang des Dickichts“ mit Texten von Manoel de Barros. Die Brasilianische Botschaft in Berlin zeigt im November eine Ausstellung und Filme über den Autor. Sein Gesamtwerk wird in Brasilien in Kürze wieder neu aufgelegt.

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Das Ende der Fiesta – Lesung mit Miguel Szymanski

Miguel Szymanski liest aus Ende der Fiesta. Südeuropas verlorene Jugend (Kösel 2014)

Moderaton: Bärbel Schäfer
Galerie Hake, Leipziger Straße 35
Donnerstag, 27. November, 19.30 Uhr. Eintritt: 6 Euro.

Reservierungen : galeriehake@gmail.com oder 069/7077928

Miguel Szymansik: Ende der FiestaGenau 100 Jahre nachdem sein deutscher Urgroßvater aus dem damaligen „Armenhaus“ Schwaben nach Portugal an die Algarve auswanderte, kehrt der Autor 2013 mit seiner Familie aus Portugal nach Deutschland zurück. Die Eurokrise hat Miguel Szymanski vom erfolgreichen Journalisten zum Wirtschaftsflüchtling gemacht. Wie hunderttausende Südeuropäer  steht er über Nacht vor dem Nichts. Die Läden in seiner Straße schließen, Freunde ohne Arbeit sitzen auf Schuldenbergen, und in den Krankenhäusern geht das Verbandszeug aus. Szymanskis Geschichte ist die schonungslose Innenansicht eines sterbenden Landes, eine europäische Familiensaga und ein kritischer Blick auf Deutschland.

Miguel Szymanski fotoÜber den Autor
Miguel Szymanski wuchs in Deutschland, Spanien und Portugal auf. Als Journalist und Autor war er in Lissabon unter anderem tätig für die Wirtschaftszeitung Económico, die Wochenzeitung Expresso und das Lifestyle-Magazin GQ, sowie als Portugalkorrespondent für den ORF und andere deutschsprachige Sender. Seit 2013 ein Eurokrisenflüchtling kam er im Juli 2014 mit seiner Familie nach Frankfurt, wo er eine Anstellung als Journalist fand.

TFM ist mit einem Büchertisch vertreten, wir haben das Buch aber natürlich auch jetzt schon vorrätig.

Miguel Szymanski: Ende der Fiesta. Südeuropas verlorene Jugend, Kösel, 17,99

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Ana Margarida de Carvalho erhält Grande Prémio Romance APE

Ana Margarida de Carvalho: Que importa a fúria do marDer mit 15.000 Euro dotierte Romanpreis des portugiesischen Schriftstellerverbandes geht in diesem Jahr an die Autorin Ana Margarida de Carvalho. Sie wird für Ihren im letzten Jahr erschienenen Debütroman  O que importa a fúria do mar (Teorema) ausgezeichnet und setzte sich einstimmig gegen insgesamt 107 eingereichte Romane durch.

Die Romanhandlung setzt im Jahr 1934 nach einem berühmten Arbeiteraufstand in Marinha Grande ein. In der Eingangsszene wirft Joaquim, einer der Protagonisten, einen Stapel Postkarten aus einem Zug, in der Hoffnung, dass jemand diese aufhebt und seiner Frau übergibt. Joaquim war nach der Revolte festgenommen worden und wird einer der ersten politischen Gefangenen des berüchtigten Gefängnisses Tarrafal auf Cabo Verde werden, das damals eingerichtet wurde.

 

Interview mit Ana Margarida de Carvalho im Público

 

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Herbstzeit – Lesezeit, Teil 3

Kein Herbst ohne einen neuen Schmöker von José Rodrigues dos Santos. Der portugiesische Nachrichtensprecher erfreut seinen Verlag, die Leser und damit natürlich auch die Buchhändler im Wechsel mit einem historischen Roman (im letzten Jahr porträtierte er das Leben des  armenischen Ölmagnaten und Mäzens Calouste Gulbenkian) und einem Krimi à la Dan Brown.

José Rodrigues dos Santos: A chave de SalomãoIn A Chave de Salomão, eben in Portugal erschienen und schon bei uns vorrätig, steht einmal mehr der schon aus früheren Krimis bekannte Historiker Tomás de Noronha im Mittelpunkt. Er wird verdächtigt, Frank Bellamy, einen Direktor der CIA, der tot im Technologiezentrum CERN gefunden wird, ermordet zu haben. Natürlich ist er nicht der Mörder, soviel darf verraten werden, aber seine Unschuld kann er nur beweisen, wenn er selbst den Täter findet.

José Rodrigues dos Santos: A chave de Salomão, bei TFM für 29,90 EUR

Alle weiteren Titel von José Rodrigues dos Santos haben wir natürlich auch in der Regel auf Lager oder können sie bestellen.

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Herbstzeit – Lesezeit, Teil 2

José Saramago: AlabardasVor wenigen Wochen ist gleichzeitig in Portugal, Spanien und Brasilien das nachgelassene Romanfragment Alabardas von José Saramago erschienen.

Als Saramago 2010 verstarb, hat er ca. 30 Seiten des Romans hinterlassen, der Handlungsverlauf, in dessen Zentrum eine Waffenfabrik steht, stand ungefähr fest, ebenso war das Profil der beiden Protagonisten Artur Paz Semedo, der in der Fabrik angestellt ist und seiner Frau, einer überzeugten Pazifistin, klar.

Begleitet wird die Erstausgabe des Texte durch zwei Essays von Roberto Saviano und Fernando Gómez Aguilera. Die Illustrationen der Ausgabe stammen von Günter Grass.  Als Bestandteil der Werkausgabe von José Saramago sollte das Werk in den Bücherregalen von Sammlern nicht fehlen.

Die bekannten Romane von José Saramago erscheinen nach und nach, wie hier von uns berichtet, in neuem Layout und sind natürlich auch bei TFM erhältlich.

José Saramago: Alabardas, Porto Editora, bei TFM für 21,80 EUR

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Herbstzeit – Lesezeit, Teil 1

Es wird früher dunkel und später hell, das Novembergrau lockt nicht gerade ins Freie, die beste Zeit also, um es sich auf dem Sofa mit einem Buch gemütlich zu machen. Wie üblich veröffentlichen die Verlage im Herbst jede Menge Neuerscheinungen, eine kleine Auswahl stellen wir in loser Folge vor, kaufen und bestellen ist wie immer über die Links zu unserer Webseite möglich (oder Sie kommen einfach bei uns vorbei):

Vanessa Barbara: SalatnächteVanessa Barbara: Salatnächte (Originaltitel: Noites de Alface)

Deutsche Übersetzung von Marianne Gareis, A1 Verlag, 18,80 EUR

Originalausgabe Noites de Alface, Alfaguara, 27,00 EUR

Vanessa Barbara: Noites de alfaceDarum geht es: Der Rentner Otto hat nach 50 Jahre Ehe gerade seine Frau Ada verloren und versucht sich nun in seinem Stadtviertel in einer kleinen Ortschaft zurechtzufinden. Die Häuser der Gemeinde stehen eng beieinander und die Nachbarn unterhalten sich lautstark, weshalb Otto, ob er will oder nicht, alle Geschehnisse mitbekommt. Irgendwann merkt er, dass es da etwas gibt, das man ihm verheimlicht, wovon seine Frau aber sehr wohl wusste … der Zwischenfall. Um ihn ranken sich die witzigen und absurden Episoden aus dem Leben einiger Bewohner, denen die Autorin jeweils ein Kapitel widmet.

Eine leicht daher kommendes, unterhaltsames aber auch spannendes Romandebüt der jungen brasilianischen Autorin.

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