5. Juli 2008

Poesiefestival III, 06.07.08 - O Mar de África

Das Berliner Poesiefestival wird am Sonntag Abend 20.00 Uhr in der Akademie der Künste mit der Veranstaltung O Mar de África - Das Meer Afrikas fortgesetzt.

Eingeladen sind Dichter aus allen afrikanischen Ländern, in denen portugiesisch gesprochen wird:

Armando Artur (Moçambique) - geboren 1962. Seine schriftstellerische Tätigkeit begann er in den 1980er Jahren. Er war Generalsekretär des mosambikanischen Schriftstellerverbands und Gründungsmitglied der panafrikanischen Schriftstellervereinigung (PAWA), die er derzeit in Moçambique vertritt. Bei uns lieferbar ist der Titel O Hábito das Manhãs, erschienen 1990.

Olinda Beja (São Tomé e Príncipe)
wurde 1946 geboren. Sie studierte Sprachwissenschaften und moderne Literaturwissenschaften in Portugal und lebt derzeit in der Schweiz, wo sie als Lehrerin arbeitet.  Veröffentlicht hat sie unter anderem in Portugal die Gedichtbände Bô Tendê?, Leve, leve und die Romane 15 Dias de Regresso und Água Crioula.

Kalaf (Angola)
wurde 1978 in Angola geboren. Er verschmilzt in seiner Musik vielfältige Einflüsse wie Jazz, Hip-Hop, Worldmusic, und Kuduro. Kalaf lebt in Lissabon und verarbeitet in seinen Texten die Eindrücke der modernen Kultur und der urbanen Realität der portugiesischen Hauptstadt.

Mário Lúcio (Cabo Verde) heißt eigentlich Lúcio Matias de Sousa Mendes
wurde 1964 in Tarrafal geboren. Früh zum Waisen geworden, wuchs er in einer Kaserne auf. Nach seiner Schulausbildung erhielt er 1984 ein Stipendium und studierte Jura in Havana, Kuba, das er 1990 beendete. Nach seiner Rückkehr nach Cabo Verde arbeitete er als Anwalt. Von 1996 bis 2001 war er Abgeordneter des Parlaments.

Bei TFM lieferbare Lyrikbände von Mário Lúcio sind Nascimento de um mundo und Sob os signos da Luz.

João Maimona (Angola)
Geboren 1955 in Quiboclo. Er studierte Humanwissenschaften in Kinshasa (Zaire) und kehrte erst 1976 nach Angola zurück. 1978 beendete er ein Studium der Veterinärmedizin. Seit 1992 ist er Mitglied des angolanischen Parlaments.

Auf von João Maimona haben wir eine Reihe von Titeln vorrätig: Traço de união, Trajectória obliterada, Quando se ouvir o sino das sementes, Idade das palavras und As Abelhas do dia.

Guiné Bissau ist vertreten mit Tony Tcheka
Geboren 1951 in Guiné-Bissau. Seit 1975 ist er als Journalist tätig und gilt als einer der herausragenden Lyriker seines Landes.

5. Juli 2008

A consistência dos sonhos

Aus dem Blog der Fundação José Saramago kommt der Hinweis, dass die hier schon angekündigte Ausstellung A consistência dos sonhos über das Leben und Werk José Saramagos jetzt auch auszugsweise virtuell betrachtet werden kann. Die Fundación César Manrique, die die Ausstellung auf Lanzarote organisiert hat, stellt auf Ihrer Webseite einen Ausstellungsrundgang vor, hier entlang bitte

Die Ausstellung wird in Lissabon noch bis zum 27.Juli gezeigt, der Katalog ist auch bei uns erhältlich.

5. Juli 2008

FLIP in Paraty

Parallel zum Poesiefestival in Berlin, das wir hier ausführlich vorstellen, findet derzeit in Brasilien zum sechsten Mal die Festa Literária Internacional de Paraty, kurz FLIP statt. Hierbei handelt es sich um inzwischen sehr renommiertes Literaturfestival in Brasilien, zu dem neben Autoren aus den portugiesischsprachigen Ländern auch zahlreiche international bekannte Schriftsteller eingeladen werden. In diesem Jahr sind unter anderem Cees Nooteboom und Ingo Schulze dabei, der die portugiesische Übersetzung seines Erzählbandes Handy vorstellt, das jetzt in Brasilien unter dem naheliegenden Titel Celular erschienen ist.

Die Medienpräsenz ist enorm, über 300 Journalisten sind akkreditiert und 20.000 Besucher werden erwartet. Aktuelle Berichte (in portugiesischer Sprache) kann man unter anderem hier im Blog des Festivals und  hier im Blog der portugiesischen Literaturzeitschrift LER finden.

4. Juli 2008

Poesiefestival II - Weltklang, 05.07.08

Morgen beginnt das Poesiefestival in Berlin, und wie angekündigt sollen hier in den nächsten Tagen Informationen zu den beteiligten portugiesischsprachigen Autoren und ihren Titeln erscheinen. Morgen Abend findet die Veranstaltung Weltklang - Nacht der Poesie, an der neben anderen internationalen Autoren (u.a. aus Slowenien, Dänemark und Japan) auch Manuel Alegre aus Portugal und der brasilianische Musiker und Autor Arnaldo Antunes teilnehmen werden. Alle Autoren werden ihre Gedichte im Original lesen, die Übersetzungen sind in einem deutschsprachigen Reader veröffentlicht worden, der an die Gäste verteilt wird.

Manuel Alegre bei TFM, copyright TFM und Nuri Ciçek
Manuel Alegre bei TFM, copyright TFM und Nuri Ciçek

Manuel Alegre ist einer der bekanntesten zeitgenössischen Autoren Portugals. Geboren 1936 in Águeda, lebte während der Salazar-Diktatur im Exil, seit 1965 veröffentlichte er zahlreiche Gedicht- und Prosabände, mit “Uma flor de verde pinho” gewann er 1976 den Preis des “Festival RTP da Canção”, seit 1975 ist er Mitglied des portugiesischen Parlaments und war 2006 Präsidentschaftskandidat in Portugal.

In deutscher Übersetzung sind zwei Titel lieferbar:

Gedichte und Prosa (zweisprachig portugiesisch-deutsch), aus dem Portugiesischen von Sarita Brandt, bei TFM 1998 erschienen

und der Roman Rafael, aus dem Portugiesischen von Markus Sahr, erschienen im letzten Jahr bei Edition Erata aus Leipzig. Seine Veröffentlichungen im Original würden den Rahmen des Blogs sprengen. Sie reichen von zahlreichen Lyrikbänden über Romane, Erzählungen bis hin zu Kinderbüchern. Eine recht komplette Liste finden Sie hier in unserer Onlinedatenbank. Zuletzt erschienen ist im Verlag Nelson de Matos das Gedicht Sete Partidas.

Arnaldo Antunes wurde 1960 geboren. Er ist ein bekannter brasilianischer Schriftsteller, Komponist und Sänger. In den 1970er Jahren war er Mitglied der Bands Aguilar und Banda Perfomática, in den 1980er Jahren der Rockband Titãs. Seit 1992 hat er verschiedene Soloalben, wie z.B. Nome, Ninguém, O Silêncio und

Paradeiro
Arnaldo Antunes: Paradeiro

Paradeiro veröffentlicht. Hierzulande bekannt geworden ist auch sein Gemeinschaftsprojekt Tribalistas, das er gemeinsam mit Marisa Monte und Carlinhos Brown eingespielt hat.
Als Schriftsteller ist er seit den 1980er Jahren aktiv und hat eine Reihe prämierter Lyrikbände veröffentlicht. Eine Auswahl finden Sie hier auf unserer Webseite.

2. Juli 2008

Poesiefestival Berlin I

Am kommenden Samstag (5. Juli) beginnt in Berlin das von der Literaturwerkstatt organisierte Poesiefestival.

Im Mittelpunkt stehen in diesem Jahr die portugiesischsprachigen Literaturen. Eine Vielzahl von Autoren aus fast allen Ländern des portugiesischen Sprachraums (Portugal, Brasilien, Angola, Moçambique, Guiné-Bissau, Cabo Verde, São Tomé e Príncipe) wurden eingeladen. Das Programm verspricht eine vielfältige Mischung aus Lesungen, Diskussionen und Konzerten.

Für alle die nicht dabei sein können oder sich einfach über die teilnehmenden Autoren und ihre Werke informieren möchten, werden wir in den nächsten Tagen zusätzliche Informationen online stellen. Es lohnt sich also regelmäßig vorbeizuschauen.

17. Juni 2008

Auszeichnung für Ondjaki

Der junge angolanische Autor Ondjaki (*1977) ist mit dem Grande Prémio de Conto “Camilo Castelo Branco” der portugiesischen Schriftstellervereinigung (Associação Portuguesa de Escritores ausgezeichnet wurde. Prämiert wurde der Erzählband Os da minha rua. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert und wird von der Stadtverwaltung in Vila Nova de Famalicão gesponsort.

In deutscher Übersetzung von Claudia Stein ist von Ondjaki der Titel Bom dia camaradas, erschienen im Nord-Süd Verlag, lieferbar.

15. Juni 2008

Saramago - Blog

Die vor nicht allzu langer Zeit gegründete Fundação José Saramago ist jetzt auch mit einem Blog im Internet vertreten. Informiert wird hier über unter anderem über Termine der Stiftung und Interviews von José Saramago. Ziel des Blogs ist außerdem, den Worten von Pilar del Río zufolge, auch der Austausch der Leser über Saramagos Werk.

Bis zum 27. Juli wird in Juli noch die Ausstellung A consistência dos sonhos über Leben und Werk des portugiesischen Nobelpreisträgers gezeigt. Anlässlich der Ausstellung, die zuerst auf Lanzarote gezeigt wurde, ist ein Katalog mit sehr vielen interessanten biographischen Dokumenten José Saramagos erschienen.

6. Juni 2008

Grande Prémio APE Romance für Filomena Marona Beja

Der Roman A Cova do Lagarto von Filomena Marona Beja, erschienen bei Sextante Editora, erhält in diesem Jahr den Großen Preis der portugiesischen Schriftstellerorganisation (Associação Portuguesa de Autores) für den besten Roman 2007. Eingereicht wurden insgesamt 117 im Jahr 2007 erschienene Romane und Erzählungen. Der Preis wurde einstimmig verliehen und ist mit 15.000 Euro dotiert.

A Cova do Lagarto ist ein autobiographischer Roman, der sich mit dem Leben von Duarte Pacheco, einem Minister der Salazar-Diktatur beschäftigt, der für den öffentlichen Raum und seine Umgestaltung verantwortlich war und später bei einem Autounfall ums Leben kam.

6. Juni 2008

Fußball in Brasilien

Eher weniger mit dem Thema dieses Blogs hat der Beitrag von Christine Wollowski im lesenswerten Brasilienblog der Zeit zu tun. Aber am Wochenende beginnt ja die Fußball-EM, und außerdem hat mich der Beitrag doch sehr an die literarische Auseinandersetzung mit dem Thema Fußball in unserer Anthologie Anpfiff aus Brasilien erinnert, die 2006 zur WM in Deutschland erschienen ist.

Auch hier geht es um verrückte Fußballer, emotionale Zuschauer, innerbrasilianische Duelle - alles in Szene gesetzt von so bekannten Autoren wie Carlos Drummond de Andrade, João Ubaldo Ribeiro und Luis Fernando Verissimo, zu finden im gut sortierten Buchhandel oder natürlich direkt bei uns.

4. Juni 2008

Ana Luísa Amaral erhält Grande Prémio de Poesia

Die portugiesische Lyrikerin Ana Luísa Amaral ist mit dem Grande Prémio de Poesia der portugiesischen Schriftstellervereinigung (Associação Portuguesa de Escritores) ausgezeichnet worden. Prämiert wurde der in diesem Jahr erschienen Lyrikband Entre dois rios e outras noites. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert und wird von der portugiesischen Post gesponsort.

Einige Gedichte von Ana Luísa Amaral liegen im Band Die Bogenform der Erinnerung auch in deutscher Nachdichtung vor.